25. September 2015 – Tag 53

Von Lectoure nach Condom

Die vergangene Nacht in der Herberge von Lectoure war wieder einmal ein ‚Kampf mit dem Fenster’. Ich war der letzte, der ins Bett ging, da ich noch im Aufenthaltsraum meinen Blog-Beitrag geschrieben habe. Als ich in den voll belegten Schlafraum kam, war das Fenster zu und die Luft schon völlig verbraucht. Ganz leise habe ich das Fenster einen Spalt weit aufgemacht. In der Nacht bin ich aufgewacht, weil mir frische Luft zum Atmen fehlte. Und richtig, das Fenster war wieder zu. Wieder habe ich es, ohne Geräusche zu verursachen, ein wenig geöffnet. Heute Morgen war es wieder zu.

Heute in Condom, gute 25 km weiter Richtung Südwesten, hat mir eine hilfsbereite Dame im Touristenbüro empfohlen, in einer neu eröffneten, privaten Herberge am Rand des Stadtzentrums zu übernachten. Gesagt, getan! Dort war ich der einzige Gast und hatte ein 3-Bett-Zimmer ganz allein für mich. Dort konnte ich ganz allein bestimmen und – klare Sache! – das Fenster blieb die ganze Nacht auf. Das war wunderbar!

Aussenansicht der Kathedrale Saint-Pierre von Condom
Die spätgotische Cathédrale Saint-Pierre von Condom aus dem 16. JH, die dem Heiligen Petrus gewidmet ist
Innenansicht der Kathedrale Saint-Pierre von Condom
Das weite Kirchenschiff der Kathedrale Saint-Pierre wird durch Buntglasfenster mit geometrischen Mustern erhellt